Miroslav Klose, der Rekordmann

Miroslav Klose, der Rekordmann

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Im Sturm der deutschen Nationalmannschaft spielten im Laufe der Jahrzehnte einige Legenden, darunter etwa Gerd Müller, Uwe Seeler, Jürgen Klinsmann und Rudi Völler. Zumindest in der Statistik der meisten erzielten Länderspieltore werden sie jedoch alle von einem Spieler überragt: Miroslav Klose. Noch dazu ist der gebürtige Pole der beste Torschütze in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft.

Der Durchbruch in Kaiserslautern

Der Durchbruch in Kaiserslautern

Quelle: wikimedia

Kloses Vater spielte Fußball, seine Mutter gehörte der Handball-Nationalmannschaft Polens an – kein Wunder also, dass ihr Sohn ebenfalls Sportler wurde. Seine ersten Schritte auf dem Fußballfeld machte er für den SG Blaubach-Diedelkopf. Im Jahr 1998, mit 20 Jahren, wechselte Klose in die Reserve des FC Homburg, kam aber auch in dessen drittklassiger erster Mannschaft zum Einsatz. Nur ein Jahr später erkannte der 1. FC Kaiserslautern das Potential des Stürmers und verpflichtete ihn – zunächst allerdings für sein zweites Team. Doch schon im April 2000 gab Klose sein Debüt in der Bundesliga. In der Saison 2000/2001 gehörte er sogar dem festen Kader der Lauterner Erstliga-Mannschaft an. In der nachfolgenden Spielzeit 2001/2002 erzielte er 16 Treffer und damit nur zwei weniger als die Torschützenkönige Martin Max und Márcio Amoroso. Auch in den nachfolgenden Jahren war auf Klose Verlass, allerdings musste Kaiserslautern ihn dann aus finanziellen Gründen an Werder Bremen verkaufen.

Titel in Bremen und München

Titel in Bremen und München

Quelle: wikimedia

Es dauerte sechs Spiele, bis Klose auch in Bremen seine Klasse unter Beweis stellte. Zu Beginn der Saison 2004/2005 saß er nur auf der Bank, am sechsten Spieltag den VfL Bochum wurde er nach 45 Minuten eingewechselt und erzielte erstmals in der Bundesliga drei Treffer. Klose entwickelte sich als Fußballer in Bremen weiter und schaffte es in der Spielzeit 2005/2006, sich mit 25 Treffern den Titel des Torschützenkönigs zu sichern. Auf eine weitere Saison in Bremen folgte der Wechsel zum FC Bayern München, der Klose endlich auch Meisterschaften einbrachte. Zwei waren es letztlich, nämlich 2008 und 2010. Dazu kamen zwei Pokalsiege in den gleichen Jahren sowie der Einzug ins Finale der Champions League 2010. Im Sommer 2011 verließ Klose München wieder und schloss sich Lazio Rom an.

Karriereende in Rom

Zwischen 2011 und 2016 war Klose in der italienischen Hauptstadt aktiv und gewann mit Lazio im Sommer 2013 den Pokal. Klose eroberte nicht nur wegen seines Mannschaftsgeists die Herzen der Lazio-Fans, sondern auch wegen seiner Fairness. So gab er im Herbst 2012 im Spiel gegen den SSC Neapel gegenüber dem Schiedsrichter zu, beim Erzielen eines Treffers die Hand zu Hilfe genommen zu haben. Im November 2016 erklärte Klose seinen Rücktritt als aktiver Fußballer.

Die Nationalmannschaft

Quelle: wikimedia

Die Nationalmannschaft

Als Miroslav Klose gut genug war, um auch international zu spielen, hatte er die Qual der Wahl: Nicht nur konnte er für Deutschland auflaufen, sondern auch für sein Geburtsland Polen sowie für Frankreich, wo er kurz nach seiner Geburt mit seiner Familie für ein paar Jahre lebte. Klose entschied sich letztlich für Deutschland – was sich für den DFB als großes Glück herausstellte. Denn Klose erzielte für das deutsche Team nicht weniger als 71 Treffer, was ihm zu dessen bestem Schützen aller Zeiten macht. Die Krönung von Kloses Nationalmannschaftskarriere war der Weltmeistertitel 2014 in Brasilien. Mit Leroy Sané und Thomas Müller sind bei der WM 2018 in Russland zwei Spieler dabei, die beste Chancen haben, Kloses Rekord irgendwann zu brechen. Erfahren Sie hier, welche fünf Spieler die besten Chancen haben, diesen Rekord zu schlagen.

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